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So blockieren lästige Gefühle nicht Deine Hochzeitsplanung

In der Gefühlswelt jeder Braut geht es zu wie bei den Gezeiten Ebbe und Flut. Positive und negative Stimmungen gehören einfach zu jeder Hochzeitsplanung dazu und wechseln sich stetig. Eine Hochzeit ist einer der bedeutsamsten Momente im Leben und so ist es auch kein Wunder, dass Deine Nerven bei der Planung bis aufs äußerste gespannt sind. Nach dem anfänglichen Hochgefühl spürst Du vielleicht manchmal die harte Gischt im Gesicht.

Du siehst Dich mit vielen Fragen konfrontiert:

  • Finde ich mein authentisches Brautkleid?
  • Sind alle Gäste mit der Sitzordnung zufrieden?
  • Passen die Einladungen in das Konzept der Hochzeit?
  • Wird das Essen allen schmecken?
  • Was, wenn keine Stimmung aufkommen wird?
  • ·Und grundsätzlich: wird alles so, wie ich es mir vorgestellt habe?

Willkommen an Bord: auch ich kenne diesen Moment, an dem der Regen an das Holzfenster prasselt, ich mich leer und ausgelaugt fühle. Du kannst Dich nicht aufraffen, die nächsten Schritte zu tun oder Du fühlst Dich überfordert. Deine innere Energie ist einfach auf dem Nullpunkt, ganz tief unten am Boden des Ozeans. Und eigentlich hast Du genau jetzt die nächsten großen Etappen in Deiner Hochzeitsplanung vor Dir. Aber gerade scheint es unmöglich der Sonne entgegen zu segeln.

Wenn ich so über den Wochenmarkt laufe und die Menschen in ihrer Hektik über das Kopfsteinpflaster eilen sehe, dann würde ich sie alle gern kurz anhalten. Den Moment einfrieren, mit dem Druck auf einen großen roten Knopf. So könnten all die gehetzten Menschen einen Augenblick durchatmen um dann, voller Energie, ihre Segel neu zu setzen.

Genau bei diesem Schritt möchte ich Dir gerne helfen, damit Du wieder positiv gestimmt bist und den Wellen entgegen rufen kannst:

“Aye aye, es kann weiter gehen.”

1. Wie Du immer positiv denken kannst

Klingt vielleicht etwas naiv, ist aber durchaus effektiv: wenn Du voller negativer Gefühle nur so dahin dümpelst, bist Du selbst die erste, die Du vom Gegenteil überzeugen musst. Mir persönlich hilft es auch in anderen Situationen, wenn ich einmal ganz tief durchatme. Dann führe ich mir vor Augen, dass ich mein Ziel ganz bestimmt erreichen werde.

Und weißt Du, was Dir ganz schnell wieder Dein verschollenes Selbstbewusstsein zurückgeben kann? Dein aufmunterndes Lächeln. Lächle Dir einfach jedes Mal, wenn Du in den Spiegel schaust, Mut zu. Du wirst sehen, das bewirkt echte Wunder.

Wanke nicht, wenn es schwankt: Mach Dir bei jeder Gelegenheit klar, wo Deine Stärken liegen und was Du bis zu dem Zeitpunkt, als die Hochzeitsplanung ins Stocken geraten ist, schon alles gemeistert hast. Du wirst sehen, dass das in der Regel schon allerhand ist und dass die Hürde, die vielleicht gerade vor Dir liegt, auch überwindbar ist.

Nimm Dir einfach mal ein Blatt Papier und schreibe auf, was Du bereits geschafft hast. Dabei ist es ganz gleich, ob es Dinge der Hochzeitsplanung sind oder etwas aus anderen Lebensbereichen.

2. Während der Hochzeitsplanung entspannen

In stressigen Momenten sendet Dir Dein Körper schnell mal ein kräftiges SOS. Dieses eindeutige Notsignal darfst Du keinesfalls ignorieren. Oftmals ist Entspannung auch schon das Zauberwort. Jeder Mensch holt sich auf seinem eigenen Weg die nötige Portion Seelen-Erholung. Für mich gibt es beispielsweise nichts besseres, als mich mit einer heiß aufgebrühten Tasse Kaffee morgens, bevor ich mit meiner Passion folge, nach draußen zu setzten und mir die frische Luft um die Nase wehen zu lassen. So bekomme ich den Kopf frei. Mit genug Abstand von negativen Gefühlen kann ich meine nächsten Schritte planen und voller Motivation durchstarten.

Stress kannst Du natürlich auch mit anderen Methoden effektiv aus Deinem Kopf verbannen. Was hältst Du von einer Runde Relaxen im Spa gemeinsam mit der Trauzeugin? Anderen Bräuten hilft die richtige Playlist, eine Meditation oder ein auspowerndes Workout, um auf andere Gedanken zu kommen. Möglicherweise kannst Du Dich auch mal mit Tapping beschäftigen – das kann ebenfalls echt kraftvoll sein.

Ganz egal, was Dich zur Ruhe bringt: verwöhn Dich selbst. Das stärkt Dein Selbstbewusstsein und gleichzeitig gibt es neue Kraft für die noch anstehenden Aufgaben.

3. Wie Du Dir Zuspruch von außen sicherst

Negative Gefühle können ja nicht nur aufkommen, wenn man gerade dabei ist, seine Hochzeit zu planen, sondern grundsätzlich in allen Lebenssituationen. Daher ist mir das Phänomen gar nicht so unbekannt. Auch in meiner Mission als Brautmentorin durchlebe ich manchmal Phasen, in denen ich einfach nicht weiterkomme, mich nicht entscheiden kann, mir eine Aufgabe unlösbar erscheint oder ich schlichtweg keine Motivation habe. In diesen Momenten brauche ich meinen ganz persönlichen Fels in der Brandung. Das kann je nach Situation eine gute Freundin, meine Mama oder auch vor allem mein Liebster sein.

Auch für Dich kann ein offenes Ohr, eine starke Schulter oder eine zweite Meinung Wunder bewirken. Auch eine klare Ansage lässt Dich schnell das Steuer wieder selbst in die Hand nehmen, damit Du volle Fahrt voraus in den Hafen schippern kannst. Natürlich ist es Dein Tag und Du möchtest unabhängig Deine eigenen Entscheidungen treffen, allerdings kann eine andere Sicht auf die Dinge unterstützen, dass Du bei Deiner Hochzeitsplanung weiterkommst.

Es ist überhaupt nicht schlimm, wenn Du gegenüber Vertrauten deine Sorgen und Bedenken offen ansprichst. Du wirst sehen, dass Du schnell wieder an Selbstvertrauen gewinnst und Deine innere Ruhe zurück eroberst. Setze einen neuen Kurs und weiter geht’s.

4. Wie Du Die fehlenden Schritte angehst

Vor Dir liegt eine weitere Aufgabe Deiner To-Do-Liste, die Deine Hochzeitsplanung pausieren lässt, weil Du vor leichter Überforderung drohst zu kentern? Ich empfehle Dir, die nächsten Schritte bis ins Detail zu planen. Nimm Dir nicht zu viel für einen Tag vor – immerhin geht es um die Planung Deiner Hochzeit und nicht um die Ausrichtung eines Staatsempfangs. Wenn Du Dich Stück für Stück Deinem Ziel näherst, bist Du am Ende nicht so ausgepowert und hast genügend Energie für alles weitere.

So ist es beispielsweise keine Pflicht, bei der Papeterie in einem Atemzug Einladungen, Kirchenblätter, Menükarten und Sitzkärtchen zu entwerfen und fertig zustellen. Überlege Dir doch erstmal, welcher Stil in das Konzept Deiner Hochzeit passt. Mache zunächst mehrere Entwürfe, warte ein paar Tage ab, lass alles erstmal sacken und auf dich wirken. Triff erst dann, mit einem freien Kopf, Deine Entscheidung. Du wirst erstaunt sein, wie leicht Dir eine Entscheidung fallen wird, wenn es nur um einen Teilaspekt und nicht gleich um das große Ganze geht.

Frag Dich, was genau Dich zurückhält und ob es vielleicht eine Alternative für das weitere Vorgehen gibt. Eventuell kannst Du die Verantwortung auch an eine Person Deines Vertrauens abgeben, sodass Du Dich auf den nächsten Schritt konzentrieren kannst.

5. Wie Du Dich von den Auslösern befreien kannst

In manchen Fällen ist die Ursache Deines Unmutes jedoch nicht in Dir selbst begründet, sondern kann durch andere Umstände oder Personen hervorgerufen werden. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn Du mit einem Deiner Dienstleister nicht richtig warm wirst oder kein gutes Bauchgefühl hast.

Erst kürzlich konnte ich so eine Situation bei Lisa beobachten. Sie war völlig verunsichert, weil ihre Frisörin einige Tage vor der Hochzeit große Unlust in Richtung Braut ausstrahlte. Verständlicherweise war das für Lisa Grund genug, in Panik auszubrechen. Sie erzählte mir aber dann, dass es ihr enorm geholfen habe, als sie sich selbst zur Ruhe brachte und in Achtsamkeit über die Situation nachdachte. Als sie sich ihrer Visagistin anvertraute, sprang diese kurzerhand ein, sodass am Hochzeitstag alles reibungslos funktionierte. Und das Beste: am Ende war Lisa mit der neuen Frisur viel glücklicher als mit der Probefrisur der ersten Frisörin.

Du merkst, es ist nicht schlimm, wenn Du Dich bei der Planung von Faktoren trennst, die Dich unsicher werden lassen und stattdessen neue Hilfe anheuerst, die Dir ein besseres Gefühl gibt.

In den fünf Punkten habe ich Dir Impulse gegeben um einen möglichen Tiefpunkt in Deiner Hochzeitsplanung zu überwinden oder es erst gar nicht so weit kommen zu lassen. Egal was passiert, lass Deine negativen Gefühle nicht der Fährmann bei Deiner Hochzeitsplanung sein. Akzeptiere, dass sie da sind, aber lass sie Dich nicht übermannen.

Hast Du noch Ratschläge für andere Bräute, wie sie ungute Gefühle während der Hochzeitsplanung abwenden können? Was hilft Dir besonders, wenn Du Deinem Gehirn mal eine Pause gönnen möchtest? Schreib Deine Tipps in die Kommentare.

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Vielleicht hast Du weitere Tipps und Ideen? Schreib mir Deine Erfahrungen oder Impulse hier unten in die Kommentare.

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