TIEFER EINTAUCHEN
6 Min. Lesen

6 Brautphasen – Wie ich seit 2004 ein Stufenmodell für verlobte Frauen entwickelte

Ich weiß gar nicht, ob ich Dir schon einmal verraten habe, dass ich unglaublich gerne lese. Dabei habe ich kein bestimmtes Genre, das ich bevorzuge. Es tut gut, es mir mit einem Buch in der Hand bequem zu machen. Einfach mal das Thema Hochzeitsvorbereitung zu vergessen, die Realität für ein paar Stunden zu verlassen und in die Tiefen meiner Fantasie einzutauchen.

Gestern Abend erst habe ich eine wirklich spannende Biografie beendet, dessen Schauplatz die raue schwedische Küste war. Völlig gefesselt von der Story habe ich die letzten Seiten förmlich verschlungen. Und musste die unvorhersehbare Wendung am Ende erstmal sacken lassen.

Während ich eingekuschelt auf meinem Sessel am Fenster saß, kam mir plötzlich in den Sinn, dass es doch tatsächlich Menschen gibt, die nach dem Klappentext als erstes die letzten Seiten lesen.

Das nimmt doch jeder guten Geschichte die Spannung und den blauen Faden, denke ich. Dabei ist der vom Autor vorgegebene Handlungsverlauf doch bewusst so gewählt worden.

Brautphasen, Hochzeitsvorbereitungen und wie alles begann

Vorgeschichte

Im Detail

Diese Reise durch meine Gedankenwelt führt mich weiter zu meiner Braut Nicole. Nicole, die ich vor einigen Jahren noch in meiner Funktion als professionelle Fotografin kennenlernen durfte.

Das erste Treffen mit ihr ist mir bis heute noch gut im Gedächtnis geblieben. Es war das emotionale Leuchtfeuer für ein von mir entwickeltes System – die Brautphasen, die verlobten Frauen dabei helfen, gezielt ihre Hochzeitsvorbereitung angehen zu können.

Auch Du kannst gerne herausfinden, in welcher Brautphase Du Dich aktuell befindest. Dafür kannst Du gern jetzt meinen kurzen Test machen.

Jetzt fragst Du Dich sicherlich, wo genau ich die Brücke zwischen meiner Schweden-Biografie und Nicole schlage.

Im Grunde stelle ich die Verbindung nicht direkt mit meinem Buch und der Braut her. Die Verbindung besteht vielmehr zu voreiligen Lesern, die gerne zu Beginn einer Geschichte schon das Ende kennen. Und vielleicht auch zu Nicoles Tatendrang.

Herausforderung

Wir saßen also das erste Mal mit einer Tasse Ostfriesentee bei ihr Zuhause zusammen und über ihren großen Tag. Ich wollte herausfinden, wo ich sie bei der Hochzeitsplanung unterstützen könnte. Direkt stellte ich fest, dass Nicole schon genau wusste, welchen Geschmack ihre Hochzeitstorte haben sollte, in welcher Farbe die Danksagungskarten gestaltet würden und welches Gedicht die Trauzeugin während der Zeremonie vorlesen könnte.

Doch wie die Hochzeitslocation aussehen und welches Konzept die Feier verfolgen würde, darüber hatte sie sich noch überhaupt keine Gedanken gemacht.

Da ich bekannterweise schon seit vielen Jahren Unternehmerin bin und diese berufliche Freiheit auch ein großes Maß an Selbstdisziplin und Organisation erfordert, weiß ich gut, dass der richtige Fokus ein, oder sogar der, bedeutendste Bestandteil der erfolgreichen Umsetzung eines Projekts ist. Da ist es wohl auch nicht verwunderlich, dass mich ein Chaos bei der Hochzeitsvorbereitung, so wie ich es bei Nicole erlebte, immer wieder wie kalte Gischt erwischt.

Nicole war ganz bestimmt nicht die erste und einzige Braut, bei der ich beobachten konnte, dass ihr Schiff auf See so stark der Strömung ausgeliefert war. Ich nehme sie gerne als Beispiel, weil bei ihr – trotz anfänglicher Sturmflut – am Ende doch alles in geordneten Bahnen ablaufen konnte.

Das Konzept der Brautphasen

Die Situation wie bei Nicole beobachtete ich seit Jahren. Zukünftige Bräute fokussieren sich oftmals zur falschen Zeit auf die falschen Dinge und verlieren sich dann in ihrer Planung.

Immer wieder hab ich mir gedacht: da muss es doch eine Lösung für geben. Ein einheitliches Konzept, an dem sich alle verlobten Frauen orientieren können, während sie ihre Hochzeit planen. Schließlich gibt es bei jeder Hochzeitsvorbereitung Schritte, die erst erledigt werden können, wenn ein vorheriger abgeschlossen ist. Ein wiederholbares Muster was ich im Laufe der Jahre immer mehr verstehen durfte.

Diese Idee habe ich im Laufe der Jahre, seit den 2000ern, niemals aus den Augen verloren und in meinem Kopf entstand langsam aber sicher die Vorstellung zu den sechs Brautphasen. Welche ähnlich wie beim amphidromischen Punkt der Gezeitenwelle, den Mittelpunkt; also die Braut selbst, zur Orientierung nutzen würden.

Die Fünf-Elemente-Lehre und die Brautphasen zur Orientierung während der Hochzeitsvorbereitung

Bei der Entwicklung meines Konzeptes erkannte ich dann plötzlich, dass meine Brautphasen auch durchaus Parallelen zu den asiatischen Philosophien aufweisen. Seit längerer Zeit mache ich selbst Yoga und habe mich immer mal wieder mit anderen Konzepten und Denkweisen beschäftigt. Die daoistische Fünf-Elemente-Lehre nach Großmeister Wu Gong Jue ließ sich dann tatsächlich genau mit den Brautphasen vereinen.

Die Fünf-Elemente-Lehre basiert auf der Vorstellung, dass alle Lebens-Wandlungen durch die fünf Elemente Holz, Feuer, Metall, Wasser und Erde bestimmt werden.

Ich bin überzeugt davon, dass die Natur sehr bedeutend für unser Leben und unsere Entwicklung ist und wir von ihr unendlich viel lernen können. So ist es auch nicht verwunderlich, dass viele Praktiken für Körper und Geist (z.B. Yoga, Ayurveda, Tanz-Techniken, Akupunktur) sich das Wissen der fünf Elemente zu nutze gemacht haben.

Warum sollte ich diese Jahrhunderte andauernde Tradition nicht auch für Dich und die Brautphasen nützlich sein?

In meinem Modell verkörpert jede Phase einen bestimmten Entwicklungsprozess, den jede verlobte Frau während ihrer Hochzeitsvorbereitungen durchläuft.

Für die Brautphasen bedeuteten die Elemente konkret:

  • Wasser
    als Übermittler von Ideen
  • Holz
    steht für Schöpfung und Kreativität, damit etwas keimen kann
  • Feuer
    lässt etwas entstehen, das bereits seinen Fokus gefunden hat
  • Erde
    drückt Bodenständigkeit aus und steht für ein festes Fundament
  • Metall
    verkörpert Erfolg und Stabilität und symbolisiert den Einklang der Dinge

Auf der Basis dieses Wissens habe ich das Stufenmodell der psychosozialen Brautphasen (BPM) also stetig weiter entwickelt und die fünf Elemente durch ein sechstes erweitert.

Das Licht symbolisiert dabei das Ende der Reise, die Hochzeit selbst und die Entwicklung der künftigen Braut bis hin zur #slowbride und Ehefrau.

Für jede Phase der Hochzeitsvorbereitung ein Chakra

Darüber hinaus konnte ich den Kreis schließen und jeder Brautphase ein Chakra zuordnen. Mit Chakren sind Energiewirbel im Körper gemeint, die die Lebensenergie in Dir fließen lassen.

Nachdem ich einige Zeit Indien bereiste, war diese Weiterentwicklung meiner Brautphasen nur die logische Konsequenz, um den Energiefluss zu festigen.

Außerdem hat somit jede Phase ein eigenes Mantra und Mudra zur Unterstützung. Auch Mudras sind ein wichtiger Bestandteil der philosophischen Yoga-Lehre. Es sind kleine Gesten, die meist mit Händen und Fingern geformt werden und Dir dabei helfen Deine Energie zu lenken.

Vielleicht kommt Dir alles noch ein wenig wirr vor. Du wirst aber schnell merken, wie sich alles miteinander verwebt. Eben so, wie ein starkes Fischernetz.

Um das Ganze nicht nur theoretisch zu halten, sollte ich Dir meine sechs Brautphasen und die dazugehörigen Chakras wohl nicht vorenthalten.

Deine Entwicklungsstufen während Deiner Hochzeitsvorbereitung sind:

Stufenmodell der psychosozialen Brautphasen nach Stefanie Roth

  1. Phase: Orientierungsphase (Wasser)
    Sacral Chakra / Dhyana Mudra
  2. Phase: Konzeptionsphase (Holz)
    Hals Chakra
  3. Phase: Planungsphase (Feuer)
    Solarplexus- & Kronen-Chakra
  4. Phase: Umsetzungsphase (Erde)
    Wurzel- & Herz-Chakra
  5. Phase: Finalisierungsphase (Metall)
    Drittes Auge / Hakini Mudra
  6. Phase: Tag der Hochzeit (Licht)

Wenn Du gerade dabei bist, Deine Hochzeit zu planen, bist Du jetzt sicherlich nach meinen Ausführungen total neugierig. Du möchtest ganz sicher wissen, in welcher Brautphase Du Dich aktuell befindest.

Um das herauszufinden, kannst Du Dir jetzt gern ein paar Minuten Zeit nehmen und meinen Brautphasen Test machen. Am Ende verrate ich Dir Deine aktuelle Brautphase. So kannst Du ganz entspannt und organisiert mit Deinen Hochzeitsvorbereitungen durchstarten oder weitermachen.

Denn genau das ist es, was ich mit der Idee, die sechs Brautphasen zu entwickeln, erreichen wollte. Ich möchte Dir und all den anderen Bräuten die Möglichkeit bieten, ganz individuell in die Hochzeitsvorbereitungen einsteigen zu können.

Jede Braut ist einzigartig – genauso wie jede Organisation einer Hochzeit einzigartig ist.

Und auch, wenn diese Spanne der Planung unheimlich spannend ist, weiß ich, dass Zeit sehr kostbar ist. Mit den Brautphasen verhindere ich, dass Du beim Hochzeit planen zu lange in dunklen Gewässern fischt. Du darfst ganz gezielt und strategisch richtig ausgerichtet auslaufen und loslegen.

Hast Du es bei den Planungen Deiner Hochzeit schon erlebt, dass Du gedanklich vielleicht zwei Schritte weiter warst, als es gut gewesen wäre? Schreib mir doch in die Kommentare, ob Dir die Brautphasen Unterstützung geben.

Ich bin gespannt.

Vertrau Dir,

DAS INTERESSIERT DICH SICHER AUCH

Vielleicht hast Du weitere Tipps und Ideen? Schreib mir Deine Erfahrungen oder Impulse hier unten in die Kommentare.

Kommentiere. Von Dir zu lesen bedeutet mir die Welt.

Deine Email-Adresse wird natürlich nicht von mir veröffentlicht.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

#slowbride